CDP

Offenlegung und Bewertung von Umweltdaten

CDP ist eines der weltweit führenden ESG-Ratingsysteme und bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Nachhaltigkeitsleistung strukturiert offenzulegen. Wir unterstützen Sie von der ersten Bestandsaufnahme bis zur finalen Berichterstattung – für mehr Transparenz, optimale Rating-Ergebnisse sowie bessere Information von Investoren, Kunden und Regulierungsbehörden.

Zuletzt aktualisiert: 04.06.2026

CDP auf einen Blick

CDP ist eine internationale Non-Profit-Organisation, die ein global genutztes Offenlegungssystem für Umweltdaten betreibt. Unternehmen berichten darüber standardisiert zu den Themen Klima, Wasser und Wälder. Die Offenlegung erfolgt über jährliche Fragebögen und wird nach einer klar definierten Methodik bewertet. Für Investoren, Kunden und weitere Marktteilnehmer sind die Ergebnisse relevant, weil sie zeigen, wie systematisch ein Unternehmen Umweltwirkungen, Risiken, Ziele und Massnahmen steuert. Für KMU gibt es zusätzlich einen vereinfachten Fragebogen mit eigener Bewertungslogik.

Funktionsweise der Offenlegung und Bewertung

Die Offenlegung erfolgt einmal pro Jahr über die CDP Plattform. Unternehmen beantworten dort die für sie relevanten Fragebögen und legen qualitative wie quantitative Informationen zu Umweltwirkungen, Risiken, Strategien, Zielen und Massnahmen offen. CDP veröffentlicht dazu pro Disclosure-Zyklus Fragebögen, Guidance und Scoring-Methodiken im Portal.

Die Deadline für die Abgabe des Fragebogens im Jahr 2026 ist die Woche vom 14. September.

Bewertet wird nicht nur, ob ein Unternehmen Daten offenlegt, sondern auch, wie gut es Umweltwirkungen versteht, Risiken steuert und Massnahmen umsetzt. Die Bewertungslogik folgt einem Reifegradmodell von Disclosure über Awareness und Management bis Leadership. Im vollständigen Unternehmensfragebogen reicht die Skala von A bis D; bei fehlender oder unvollständiger Offenlegung erfolgt kein Score beziehungsweise eine Einstufung als Nicht-Offenlegung.

CDP bewertet Unternehmen anhand von:

  • Qualität und Vollständigkeit der Offenlegung
  • Identifikation und Management von Umwelt- und Klimarisiken
  • Ziele & Massnahmen zur Emissionsreduktion
  • Integration von Nachhaltigkeit in die Geschäftsstrategie
  • Angleichung an internationale Standards wie TCFD & SBTi

Vereinfachtes Verfahren für KMU

Seit April 2024 bietet CDP für kleinere Unternehmen einen eigenen SME Questionnaire an. Dieser ist kompakter aufgebaut, enthält weniger und vereinfachte Datenpunkte und ist auf die Reporting-Fähigkeiten kleinerer Unternehmen zugeschnitten.

  • Fokus ausschliesslich auf Klimawandel: Wassersicherheit und Entwaldung können freiwillig offengelegt werden, fliessen 2026 aber nicht in die Bewertung ein.
  • Niedrigere Hürden für die Berichterstattung: Der KMU-Fragebogen ist so gestaltet, dass Unternehmen mit begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen leichter an der CDP-Offenlegung teilnehmen können.

Geeignet ist der SME-Fragebogen grundsätzlich für Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitenden und weniger als 50 Mio. US-Dollar Umsatz. Bestimmte etwas grössere Unternehmen können ebenfalls zugelassen sein, während Unternehmen mit mehr als 1’000 Mitarbeitenden oder mehr als 250 Mio. US-Dollar Umsatz den SME-Fragebogen nicht nutzen können.

KMUs werden auf einer separaten Skala von SME A bis SME D bewertet. SMA A wurde 2026 neu eingeführt, zuvor war SMA B der höchste Score.

Vorteile der Offenlegung über CDP

Die Offenlegung über CDP schafft vor allem Transparenz, Vergleichbarkeit und Anschlussfähigkeit. Unternehmen erhalten eine strukturierte Möglichkeit, Umweltinformationen für Investoren, Kunden und weitere Stakeholder bereitzustellen. Gleichzeitig hilft der Prozess dabei, Risiken, Steuerungslücken und Verbesserungsmöglichkeiten im eigenen Umweltmanagement sichtbar zu machen. CDP betont selbst, dass Offenlegung und Score Unternehmen dabei unterstützen, Risiken besser zu steuern und Chancen zu erkennen.

In der Praxis ist CDP oft auch deshalb relevant, weil die Teilnahme aktiv angefragt wird. Unternehmen können etwa über Supply Chain Requests, Capital Markets Requests, Banken oder andere Requester zur Offenlegung aufgefordert werden. Zusätzlich ist eine freiwillige Teilnahme als Self-Selected Company möglich.

Ihre nächsten Schritte

Passenden Fragebogen und Offenlegungsumfang bestimmen

Zu Beginn sollte geklärt werden, ob der vollständige Unternehmensfragebogen oder der SME-Fragebogen relevant ist und welche Umweltbereiche tatsächlich offengelegt werden sollen oder müssen. Entscheidend sind dabei Unternehmensgrösse, externe Anfragen und die Umweltrelevanz der Geschäftstätigkeit.

Datenbasis und Nachweise aufbauen

CDP verlangt eine strukturierte und belastbare Offenlegung. Unternehmen sollten deshalb frühzeitig relevante Umweltdaten, Zuständigkeiten, Methoden und Nachweise zusammenführen. Für den Klimafragebogen ist eine belastbare Treibhausgasbilanz in der Regel die zentrale Grundlage.

Antworten gezielt auf Qualität und Score ausrichten

Wer CDP nicht nur als Offenlegung, sondern auch als Bewertungsinstrument nutzt, sollte Antworten nicht rein beschreibend formulieren. Ziele, Massnahmen, Governance, Strategien und Nachweise müssen so aufbereitet werden, dass sie in der Bewertungslogik von CDP nachvollziehbar und score-relevant sind.

Wie unser Angebot Sie dabei unterstützt

Wir unterstützen Unternehmen entlang des gesamten CDP-Prozesses – von der ersten Einordnung bis zur finalen Einreichung. Dabei geht es nicht nur um das Ausfüllen des Fragebogens, sondern um eine strukturierte Vorbereitung, belastbare Daten, eine klare Argumentationslogik und eine Offenlegung, die zu Ihrem Unternehmen passt.

Unterstützende Dienstleistungen

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FAQs zu CDP

Die CDP-Offenlegung hilft Unternehmen, Transparenz zu schaffen, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und Investoren sowie Kunden Einblicke in ihre Nachhaltigkeitsleistung zu geben.

CDP bietet drei Fragebögen an: Klimawandel, Wassersicherheit und Wälder, die jeweils sektorspezifische Angaben erfordern:

 

  • Klimawandel: CO₂-Emissionen (Scope 1-3), Klimarisiken und Resilienz, Reduktionsziele, Energieverbrauch und strategische Ausrichtung an globalen Rahmenwerken.
  • Wassersicherheit: Wasserentnahme, -verbrauch und -ableitung, Effizienzmassnahmen, Risiken und Managementstrategien.
  • Wälder: Beschaffung zentraler Rohstoffe (z. B. Palmöl, Soja, Holz), Entwaldungsrisiken, Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette und Nachhaltigkeitsverpflichtungen.

Nein, die Teilnahme ist freiwillig, aber viele Investoren, Kunden und Regulierungsbehörden fordern zunehmend Nachhaltigkeitsdaten.

Unternehmen können ihre Bewertung durch detailliertere Daten, ambitionierte Ziele, wirksame Massnahmen und eine verbesserte Umweltstrategie optimieren. Zudem wird positiv bewertet, wenn Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategie integriert ist.

Wir bieten professionelle CDP-Beratung, von der Datenerhebung bis zur Optimierung Ihrer Eingabe. Fordern Sie jetzt eine unverbindliche Beratung an!

Beispiele unserer Unterstützung:

  • Analyse des aktuellen CDP Ratings und Identifikation von Verbesserungspotenzialen
  • Unterstützung bei der Datensammlung und -aufbereitung
  • Beantwortung der CDP-Fragebögen
  • Pre-Scoring vor Abgabe, um bestmögliches Rating zu erzielen