Klimaziele & SBTi

Klimaziele entwickeln – von der CO₂-Bilanz zum Reduktionspfad

Klimaziele zeigen, welche Emissionen ein Unternehmen bis wann reduzieren will. Sie sind zentral, um Klimathemen zu steuern und Massnahmen sowie Investitionen zu planen. Damit bilden sie eine wichtige Grundlage für Nachhaltigkeitsstrategie und Berichterstattung. SuCo unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung von Klimazielen und Reduktionspfaden – auf Basis einer Treibhausgasbilanz und abgestimmt auf relevante Standards wie SBTi sowie auf Schweizer Rahmenbedingungen wie das Klima- und Innovationsgesetz.

Weshalb sich Klimaziele für Ihr Unternehmen lohnen

Gute Klimaziele beruhen auf einer belastbaren CO₂-Bilanz. Sie beziehen relevante Emissionsquellen ein, haben ein klares Basis- und Zieljahr und sind mit Massnahmen verknüpft. Klimaziele nutzen Unternehmen:

  • Positionierung stärken: Ambitionierte Klimaziele können Unternehmen helfen, sich im Markt zu differenzieren und gegenüber Kunden, Investoren, Mitarbeitenden und Geschäftspartnern zu positionieren. Auch Ratings wie CDP oder Ecovadis fragen Klimaziele ab.
  • Anforderungen von Kunden und Geschäftspartnern erfüllen: Unternehmen erhalten zunehmend Anfragen nach Klimadaten und -zielen, von Kunden, Geschäftspartnern oder in Ausschreibungen. Klimaziele helfen, solche Anforderungen zu erfüllen.
  • Massnahmen und Investitionen priorisieren: Mit einem Klimaziel und einer Treibhausgasbilanz können Massnahmen für die Zielerreichung priorisiert werden.
  • Wirkung von Massnahmen überprüfen: Klimaziele ermöglichen es, die Wirksamkeit umgesetzter Massnahmen zu überprüfen. So wird sichtbar, ob die Massnahmen ausreichend zur Zielerreichung beitragen oder ob Handlungsbedarf besteht.
  • Regulatorische Anforderungen erfüllen: Angaben zu Klimazielen und Reduktionspfaden können je nach Unternehmenskontext im Rahmen von CSRD/ESRS oder OR Art. 964 relevant sein. In der Schweiz setzt zudem das Klima- und Innovationsgesetz mit dem Netto Null Ziel bis 2050 einen wichtigen Zielrahmen für die Reduktion von Scope 1 und Scope 2 Emissionen.
  • Berichterstattung und Kommunikation stärken: Klimaziele sind ein wichtiger Teil der Nachhaltigkeitsstrategie und Kommunikation gegenüber Kunden und Geschäftspartnern.

Was ist SBTi?

SBTi steht für Science Based Targets initiative. Die Initiative stellt Methoden bereit, mit denen Unternehmen wissenschaftsbasierte Klimaziele entwickeln können. Ein Klimaziel nach SBTi zeigt, dass der geplante Reduktionspfad eines Unternehmens mit dem Pariser Klimaabkommen vereinbar ist.

SBTi ist vor allem dann relevant, wenn ein Unternehmen ambitionierte Klimaziele setzen möchte und diese wissenschaftsbasiert und extern nachvollziehbar sein sollen. SBTi-validierte Klimaziele sind wertvoll in der Kommunikation gegenüber Kunden und weiteren Stakeholdern, da sie auf einer anerkannten Methodik basieren und ein ambitioniertes Reduktionsziel bestätigen.

Nicht jedes Unternehmen benötigt SBTi-validierte Ziele. Die Methodik kann aber auch ohne formale Validierung als Orientierung für einen belastbaren Reduktionspfad genutzt werden.

Wenn Sie mehr über SBTi wissen möchten, melden Sie sich hier unverbindlich. Wir sind zugelassen als „SBTi Certified Expert“ und beantworten gerne Ihre Fragen.

Wie SuCo Sie unterstützt

Wir entwickeln mit Ihnen Klimaziele, die zu Ihrer Ausgangslage und Anforderungen passen. Je nach Bedarf orientieren wir uns an anerkannten Standards und Anforderungen, zum Beispiel an SBTi.

Unser Vorgehen – in drei Schritten

1. CO₂-Bilanz prüfen oder erstellen
Zu Beginn prüfen wir, ob eine belastbare CO₂-Bilanz nach GHG Protocol vorliegt. Falls bereits eine Bilanz besteht, prüfen wir, ob sie den Anforderungen von SBTi entspricht. Falls noch keine Bilanz vorhanden ist, unterstützen wir Sie bei der CO₂-Bilanzierung.

2. Reduktionspfad berechnen
Auf Basis der CO₂-Bilanz berechnen wir einen Reduktionspfad. Dabei definieren wir die Systemgrenze, und prüfen, welches Basisjahr und Zieljahr möglich und sinnvoll ist. Wir zeigen Optionen für das Reduktionsniveau auf. Nach Bedarf richten wir dies an SBTi oder am Netto-Null Ziel 2050 gemäss Klima- und Innovationsgesetz aus.
Ergebnis: Darlegung der Optionen für Klimaziele (Systemgrenze; Reduktionslevel; Basisjahr; Zieljahr) inkl. Empfehlung.

3. Reduktionsmassnahmen und Roadmap erarbeiten
Anschliessend unterstützen wir Sie dabei, geeignete Reduktionsmassnahmen zu entwickeln und zu priorisieren. Gemeinsam klären wir, welche Massnahmen zur Zielerreichung beitragen, wann sie umgesetzt werden sollen, und welche Investitionen notwendig sind. Das Ergebnis ist eine Roadmap: Sie ordnet die Massnahmen entlang einer Zeitachse und schafft eine Grundlage für Monitoring, interne Planung und Berichterstattung. Bei Bedarf kann diese Roadmap weiter zu einem Klimatransitionsplan ausgearbeitet werden.

Was Sie von uns erhalten

Typische Projektergebnisse sind:
• Klimaziele – auf Wunsch nach SBTi oder ausgerichtet am Klima- und Innovationsgesetz
• Berechneter Reduktionspfad auf Basis der Treibhausgasbilanz
• Methodikbeschrieb zur Herleitung der Klimaziele
• Roadmap
• Massnahmenübersicht mit Prioritäten, Zeithorizont und Verantwortlichkeiten
• Textbausteine für Nachhaltigkeitsbericht, Klimaberichterstattung oder Website

Durchgeführte Projekte

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Nutzen Sie die Gelegenheit, unser Angebot kennenzulernen – unkompliziert, unverbindlich und auf Ihr Anliegen abgestimmt.

FAQ

Klimaziele legen fest, wie stark und bis wann ein Unternehmen seine Treibhausgasemissionen reduzieren will. Sie basieren auf einer CO₂-Bilanz.

Häufig wird zwischen kurzfristigen und langfristigen Klimazielen unterschieden. Kurzfristige Klimaziele beziehen sich meist auf einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren, Beispiele für häufige Zieljahre sind 2030 oder 2035. Langfristige Klimaziele beschreiben den Zielzustand, häufig bis 2040, spätestens bis 2050 – an dem Netto Null erreicht sein muss. Eine Kombination ist sinnvoll: Das langfristige Ziel gibt die Richtung vor, kurzfristige Ziele inzentiveren zeitnahes Handeln.

Netto-Null bedeutet, dass Unternehmen alle Treibhausgasemissionen, die theoretisch reduziert werden können, reduziert haben – und verbleibende Emissionen ausgeglichen werden (durch Negativemissionen oder Carbon Removal).

Ein Reduktionspfad zeigt, wie sich die Emissionen eines Unternehmens vom Basisjahr bis zum Zieljahr entwickeln sollen. Er macht sichtbar, welche jährliche oder periodische Reduktion nötig ist, um das Klimaziel zu erreichen.

Das Klima- und Innovationsgesetz verankert in der Schweiz das Ziel Netto Null bis 2050. Das Ziel umfasst Scope 1 und 2. Für Unternehmen kann es deshalb sinnvoll sein, ein Klimaziel zu setzen, das auf diesen Zielrahmen ausgerichtet ist. Ein solches Ziel hilft, Reduktionspfade, Massnahmen und Investitionen frühzeitig zu planen.

SBTi steht für Science Based Targets initiative. Die Initiative stellt Methoden bereit, mit denen Unternehmen wissenschaftsbasierte Klimaziele entwickeln können. Ein SBTi-Ziel zeigt, ob ein Reduktionspfad mit dem Pariser Klimaabkommen vereinbar ist.

Nein. Nicht jedes Unternehmen benötigt SBTi-validierte Klimaziele. SBTi kann sinnvoll sein, wenn Klimaziele wissenschaftsbasiert hergeleitet, extern validiert oder gegenüber Kunden, Investoren und weiteren Stakeholdern kommuniziert werden sollen.

Die wichtigste Grundlage ist eine CO₂-Bilanz – auch Treibhausgasbilanz genannt. Sie zeigt die Emissionen des Unternehmens nach Scope 1, Scope 2 und Scope 3. Zusätzlich braucht es Informationen zu geplanten Massnahmen, Wachstumserwartungen und relevanten Geschäftsbereichen.

Nicht zwingend. Kleine Unternehmen haben gemäss SBTi die Option, Klimaziele nur für Scope 1 (direkte Emissionen aus eigenen Quellen, z.B. aus Heizungen, Fahrzeugen, Produktionsanlagen) und 2 (indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie, insbesondere Strom oder Fernwärme) zu setzen. So fokussieren sie sich zuerst auf die direkt beeinflussbaren Emissionen. Auch gemäss dem Klima- und Innovationsgesetz stehen Scope 1 und 2 im Zentrum: Unternehmen in der Schweiz sind verpflichtet, diese Emissionen bis 2050 auf Netto Null zu reduzieren. Ein Klimaziel für Scope 1 und 2 ist deshalb ein sinnvoller Ausgangspunkt, um Reduktionsmassnahmen und Investitionen frühzeitig zu planen. Scope 3 (indirekte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette, z.B. aus eingekauften Waren, Transport, Geschäftsreisen) sollte dennoch mitgedacht und schrittweise reduziert werden.

Eine belastbare CO₂-Bilanz erfasst die relevanten Emissionen eines Unternehmens nachvollziehbar und nach einer anerkannten Methodik, meist nach dem GHG Protocol. Dazu gehören eine definierte Systemgrenzen, die Zuordnung zu Scope 1, 2 und 3 sowie eine dokumentierte Datengrundlage. Sie bildet die Voraussetzung, um Klimaziele, Reduktionspfade und Massnahmen sinnvoll abzuleiten. Mehr dazu finden Sie in unserem Angebot zur CO₂-Bilanzierung.

Ein Klimatransitionsplan beschreibt, wie ein Unternehmen seine Klimaziele erreichen will. Er verbindet Reduktionspfad, Massnahmen, Verantwortlichkeiten, Zeitplan und Monitoring. Je nach Anforderung kann ein Transitionsplan auch Teil der Nachhaltigkeitsberichterstattung sein.

Eine Roadmap ist in unserem Verständnis ein konkreter Massnahmen- und Zeitplan, ausgerichtet auf kurz- bis mittelfristige Ziele, zum Beispiel bis 2030 oder 2035, und beschreibt relativ genau, welche Schritte als Nächstes umgesetzt werden sollen. Ein Klimatransitionsplan geht darüber hinaus. Er ist eher ein strategischer Aktionsplan, der Klimaziele in die Unternehmensstrategie integriert und erklärt, wie das Geschäftsmodell auf den Übergang zu einer emissionsärmeren Wirtschaft ausgerichtet wird.

SuCo setzt Klimamassnahmen nicht selbst operativ um. Wir unterstützen Sie bei der Planung: Dazu gehören Reduktionspfade, Roadmaps sowie Klimatransitionspläne.